Für den „ewigen“ Rekordhalter des in 38. Auflagen ausgefahrenen „ADAC-Bergrekord Freiburg-Schauinsland“ stellt es eine besondere Ehre und ein noch größeres Vergnügen dar, wiederum auf historischen Porsche-Rennwagen aus dem Werksmuseum bei der Hommage an das traditionelle Bergrennen zu starten. Beim ersten Revival im Jahr 2001 war Ketterer auf dem Porsche RS 718 RS gestartet, bei der letzten Auflage in 2005 steuerte er den Porsche RS 61 Spyder, der wegen seines langen Rennsportlebens „liebevoll“ Großmutter getauft worden war. Bei der diesjährigen SK-Auflage steuert Ketterer einen Porsche 908/2, der in der Firmengeschichte des schwäbischen Sportwagenherstellers einen herausragenden Meilenstein darstellt. Erstmals gelang es den Zuffenhausern mit dem Typ 908 in der Sportwagenweltmeisterschaft regelmäßig Gesamtsiege herauszufahren und sich den WM-Titel zu sichern. Bei der Targa Florio, einem auf Sizilien abgehaltenen Straßenrennen, triumphierte damals der 350-PS-starke 908/2 Spyder mit den Fahrern Gerhard Mitter/Udo Schütz. Das Originalauto mit der Startnummer 266 wird jetzt Ketterer am Schauinsland pilotieren. Der Wagen wurde nach einem über 30jährigen Dornröschenschlaf bei Porsche mit einem Team um Museumsleiter Klaus Bischof originalgetreu restauriert. Seine größtem Rundstreckentriumph feierte der viele Jahre erfolgreiche Allroundrennfahrer Ketterer im Jahre 1979, als er das 1000-Kilometer-Rennen im französischen Dijon - einen Lauf zur Sportwagen-WM - gewinnen konnte. Für den 57jährigen Immobilienkaufmann gibt es deshalb nun auch ein doppeltes Wiedersehen: Das Trio steuerte damals mit dem Porsche 908/3 Turbo eine Weiterentwicklung des Weltmeisterautos von 1969. Am Schauinsland wird Klaus Bischof die „908-Flunder“ betreuen, der schon beim Sieg im Burgund für Ketterer am Joest-Porsche als Mechaniker schraubte. Bei der in die Schauinsland-Klassik eingebundenen Rallye für historische Straßensportwagen steuert Ketterer einen Porsche 356 Carrera. Das Ende der 50er Jahre vorgestellte Fahrzeug, stellte für unzählige Privatfahrer ein ideales Fahrzeug für erfolgreiche Sporteinsätze dar.

Porsche 908/2 Spyder (1969)
Motor |
engine Achtzylinder-Boxer Hubraum |
displacement 2997 ccm Leistung |
power 350 PS / 259 kW V/max |
maximum speed 280 km/h
Der Targa-Sieg von Gerhard Mitter/Udo Schütz mit dem 908/2 Spyder legt 1969 den Grundstein dafür, dass Porsche erstmals die Marken-Weltmeisterschaft nach Zuffenhausen holt. Ein Erfolg für die umfangreichen Bemühungen des Werksteams, das zu jedem WM-Lauf einen neuen Rennwagen aufbaute. Am lediglich 600 Kilogramm leichten 908/2 Spyder ist alles gewichtsoptimiert, von den Radnaben aus Titan bis zum Fünf-Gang-Getriebe.
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