Vor dem Hintergrund der einsetzenden Rezession wirkt der Ölpreisverfall besser als jedes Konjunkturprogramm.
Seit seinen Höchstständen im Juli verbilligte sich Heizöl bis Ende September um über 90 Prozent. Bei einer 3.000-Liter-Partie sparte der Heizölkunde dabei die stolze Summe von rund 1.400 Euro.
Wie das Handelsblatt am 11. Dezember 2008 berichtete, hat die DekaBank berechnet, dass der Ölpreisverfall den deutschen Verbraucher um rund 20 Mrd. Euro entlastete.
Selbst im Vergleich zu Jahresbeginn 2008 lagen die Preise im Dezember noch rund 40 Prozent niedriger. Kunden, die mit ihrer Heizölbevorratung gewartet haben, konnten also auch 2008, trotz extremer Preisanstiege in der Jahresmitte, ihre häusliche Energieversorgung sehr preiswert gestalten.

Erdgas auf Rekordhoch

Ganz anders erging es den Erdgaskunden. Bis Jahresende kletterten die Gastarife bundesweit weiter und lagen deutlich über den Heizölpreisen. Bei dem im Dezember erreichten Preisrekord ist Erdgas nun im Bundesdurchschnitt fast 72 Prozent teurer als die energiegleiche Menge Heizöl (3.000 Liter). In manchen Städten, wie in Saarlouis oder Duisburg, kostete Erdgas doppelt so viel, wie die vergleichbare Menge Heizöl. Damit war Erdgas nun auch teurer als Flüssiggas und Fernwärme.
Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Gaspreise in Deutschland fast verdoppelt. Nach vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten vorläufigen Zahlen stieg der Durchschnittserlös der Gaswirtschaft für die Lieferung an Endverbraucher zwischen 1998 und 2007 von 1,87 auf 3,70 Cent je Kilowattstunde.



Quelle: Dt. Brennstoffspiegel