Super_E10

Die Mineralölindustrie ist an einer schnellen Einführung interessiert, da nur mit E10 die 

Zwangsquote für Biokraftstoffe erfüllt werden kann. Nach Inkrafttreten der gesetzlichen Regelung
Mitte Dezember haben die notwendigen Umstellungsarbeiten unverzüglich begonnen.
Die Einführung ist allerdings mit einem erheblichen Aufwand verbunden, der mehrere
Wochen in Anspruch nehmen wird.

 

Häufig gestellte Fragen zu Super E10: 

Ist die Ethanolzumischung teurer?

 


 

Heimisches Ethanol* der ersten Generation ist deutlich teurer als reines Benzin. Preis treibend
wirken außerdem Zusatzkosten für Beimischung, die Herstellung eines auf 10% Ethanol
abgestimmten Grundkraftstoffes, Lagerung und die Handhabung des nicht unproblematischen
Biokraftstoffes.
* Ethanol-Importe (z. B. aus Brasilien) sind mit einem Strafzoll belegt, der ca. 30% der Produktkosten
ausmacht. Ungeachtet dessen kann momentan nur heimische Ware verwendet
werden, da für Importware keine Systeme zur notwendigen Nachhaltigkeitszertifizierung zur
Verfügung stehen.

 

Werden andere Kraftstoffsorten (z. B. Super E5) künstlich verteuert, um den Kunden
zu Super E10 zu zwingen
?
Jede einzelne Tankstelle steht in einem harten Wettbewerb um den Kunden. Eine künstliche
Verteuerung ist ausgeschlossen.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat erst kürzlich festgestellt, dass es sich beim deutschen
Tankstellenmarkt um einen sehr wettbewerbsintensiven Markt handelt und dass keine Möglichkeit
zur unabhängigen Preissetzung und -erhöhung besteht.
Die Kosten für Super und Super E10 sowie der Wettbewerb um den Kunden werden über die
konkreten Preise entscheiden.

Wie verhält sich der Preis von Super E5 zu Super E10?
Die Preisfindung ist ureigene Sache der Unternehmen. Hierzu können wir als Verband nichts
sagen. Der MWV kann aber die vom Gesetzgeber vorgegebene preistreibende Kostenmechanik
erklären:
• Super E5 enthält zu wenig Ethanol, um die Zwangsquote zu erfüllen. Wird zu wenig E10
verkauft, bedeutet das Strafzahlungen, die die Kosten des Super E5 erhöhen.
Der Gesetzgeber hat auf Drängen der Biokraftstoffhersteller festgesetzt, dass die Strafzahlungen
pro Liter höher sind, als die Kosten der tatsächlichen Ethanolbeimischung. Die
höheren Kosten ergeben sich aus dem vom Gesetzgeber gewollten Ansatz, Klimaschutz
über Biokraftstoffe.
• Aus der Höhe der gesetzlichen Quote und der begrenzten Anzahl an Fahrzeugen, die auf
Super E5 angewiesen sind, ergibt sich, dass Super E5 eine relativ kleine Sorte sein wird.
Nur rund 10 % der Fahrzeuge müssen E5 tanken. Die Kosten von der Herstellung über
die Lagerhaltung bis zu Vertrieb pro Liter werden bei Super E5 ungleich höher sein als
bei einer großen Sorte.
Damit wird nur die vom Gesetz vorgegebene Kostenmechanik erläutert. Die Kosten für Super
und Super E10 sowie der Wettbewerb um den Kunden werden über die konkreten Preise
entscheiden. Wie das Oberlandesgericht Düsseldorf feststellt, ist der Wettbewerb im Kraftstoffmarkt
sehr intensiv.
Für den Verbraucher führt dies zu Benzinpreisen, die vor Steuern zu den niedrigsten in ganz Europa zählen.

Quelle: Mineralölwirtschaftsverband e.V.